Inkscape 109 – Wege und Tips zu Sprechblasen

Sprechblasen können  – nicht nur – einfache Bubbles sein, wo nur der Text untergebracht ist, sondern unterstützen auch die Aussagekraft und können sehr individuell sein. Hier zeige ich Wege zu euren eigenen coolen Sprechblasen.

Es geht hier in der Hauptsache um die Styles und Konstruktion und weniger darum welche Formen welche Gefühle zum Ausdruck bringen.

Klassische Sprechblasen

Klassische Sprechblasen sind die ganz schlichten Sprechblasen und sozusagen Standard. Mir persönlich sind diese ganz einfach gehaltenen Formen die liebsten.

Sie bestehen in der Regel aus einer Form, mit einer nicht zu dicken und nicht zu dünnen Outline. Klassische Sprechblasen sind eher selten mit Schatten hinterlegt, sondern sind sich alleine genug. Das macht das Lesen angenehm und stört auch nicht das Design und die Umgebung. Sie passen grundsätzlich in jede Art von Comics.

Für diese Sorte Speechbubbles nutze ich Grundformen wie das Rechteck, Quadrat, Ellipse, Kreis und vereinzelt auch die Sternform (siehe Bild unten).

Inkscape Speechbubbles Tutorial

Einfache Grundformen

Beim Quadrat runde ich in der Regel die Ecken ab. Ob Marvel-, DC- oder EC-Comics, vielen haben diese Variante genutzt. Runden Ecken gab es also schon lange vor, …Patenttrollen 😛

Am Beispiel eines Rechteck Ein ein einfacher Klick auf ein Objekt zeigt die Anker zum Skalieren. Ein weiterer, zweiter Klick die zum Drehen. Ein Dreifachklick eröffnet bei machen Grundformen zusätzliche Optionen zur Modifikation.

Man kann die Anfasser einzeln ziehen, oder mit gedrückter STRG-Taste zwei einer Ecke symmetrisch in Position bringen (siehe Animation unten).

Inkscape Speechbubbles Tutorial

Runde Ecken beim Rechteck

Aus Grundformen erstellte Objekte konvertiere ich nun über Pfad – Objekt in Pfad umwandeln, damit ich den Pfad aussen bearbeiten kann und die Füllung erhalten bleibt.

Um nun den Hinweisstrich anzubringen, der einer Figur die Aussage zuordnet, halte ich die STRG und ALT-Taste gedrückt und klicke mit dem Pfad bearbeiten-Werkzeug auf den Pfad. Dreimal an drei nahe beieinander liegenden Stellen (siehe Animation unten).

Inkscape Speechbubble Tutorial

Bubble um drei Nodes erweitern

Den mittleren Node ziehe ich heraus, wandele ihn in einen spitzen Knoten um und biege mir alles so zurecht, dass es zu einer wohlgeformten Sache wird (siehe Bild unten).

Inkscape SpeechBubble Tutorial

Geschwungener Hinweisstrich

Bei der Sternform brauche ich freilich nur einen der Strahlen nutzen (siehe Bild unten).

Inkscape Speechbubble Tutorial

Splash aus Sternform

Um diesen Splash zu erzeugen, bediene ich mich der Sternform. Die Anzahl der Ecken stelle ich auf 22. Dann ziehe ich den Stern auf und wandele ihn wieder über Pfad – Objekt in Pfad umwandeln um. Mit dem Pfad bearbeiten-Werkzeug kann ich jetzt die inneren Nodes mit gedrückter STRG-Taste anklicken und die Spitzen werden gerundet (siehe Animation unten).

Inkscape SpeechBubble Tutorial

Innere Nodes abrunden

Prima Sache. Möglich wäre jetzt noch, dem Ganzen noch mehr Schwung zu verleien, indem man alle äußeren Nodes anklickt (mit gehaltener SHIFT-Taste) und die Ankerpunkte nach aussen skaliert (siehe Bild unten).

Inkscape SpeechBubble Tutorial

Äußere Nodes nach aussen skaliert

Es kommt schon einmal vor, das man aus ästhetischen Gründen, um Platz mehr zu haben, oder schlicht der Übersicht halber, Sprechblasen in die Ecken setzt. Hier nutze ich einfach die Pathfinder-Methoden um solche Bubbles vorzubereiten.

Ich kopiere mir eine oder mehrere Bubbles und ziehe mir einen Rechteckrahmen auf. Die Größe ist soweit egal, Hauptsache ist, dass der Rahmen größer ist als die Sprechblase (siehe Bild unten).

Inkscape SpeechBubble Tutorial

Bubble für Ecken optimieren

Die Sprechblase platziere ich in eine Ecke und markiere zusätzlich den Rechteckrahmen. Über Pfad – Überschneidung schneide ich alles, ausser der Schnittmenge, von beiden Objekte weg. Diese Form(en) kann dann archiviert und dazu genutzt werden, später bei Bedarf eingesetzt zu werden.

So kann sich jeder Sprechblasen aller Art, in allen Formen, für alle Fälle vorbereiten, die dann in einem nächsten Teil als Symbole-Bibliothek angelegt werden, wo man jederzeit darauf zugreifen kann.

Es geht weiter mit Part 2.

 

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