Gimp 142 – Gimp 2.10 RC1, Diverses 3

Aufgrund der Veröffentlichung von Gimp 2.10 als Release-Kandidat gab es verschiedene Anfragen von Usern die sich ansonsten ungerne mit allzu tiefgehenden, nerdigen Einzelheiten auseinandersetzen. Hier versuche ich in aller Kürze auf diese Punkte einzugehen.

Skills: Read Only
Gimp Version: Ab Gimp 2.10.0 RC1 (RC – Release Candidate)

32 oder 64Bit

Es stimmt, Gimp 2.10 ist nur in einer 64Bit Variante zu haben. Das liegt an der Möglichkeit nun auch Bilder mit mehr als 8Bit (pro Kanal) darzustellen und zu bearbeiten. Ermöglicht wird das durch die vollkommene Umstellung auf die Grafikbibliothek GEGL. Das bedeutet das unter der GIMP-Oberfläche, im Programmcode nichts mehr so ist wie es einmal war und daran arbeitete man schon Jahre, wie man im Netz leicht recherchieren kann.

Jetzt ist dieser Teil (fast) komplett abgeschlossen. Das hat allerdings zur Folge, dass man alte Gimp-Files (XCF) in das neue Gimp laden kann (abwärtskompatibel) aber in Gimp 2.10 erstellte Dateien nicht in alten Versionen öffnen kann.

Gimp 2.10 GEGL

OpenCL Hardwareunterstützung

Wer also die neuen Features nutzen möchte, muss Gimp 2.10 nutzen und wird diese Bilder dann weiterhin nur mit dieser und zukünftigen Version(en) bearbeiten können!

Und: Das Ganze funktioniert nur auf 64Bit Rechnern.

OpenCL und Filter

Unter anderem ermöglicht das Ganze auch die Unterstützung mehrerer CPU-Kerne (Threads), wobei in den Einstellungen noch vor der Verwendung gewarnt wird. Außerdem kann die Hardwarebeschleunigung genutzt werden. Dazu aktiviert man in den Einstellungen (Bearbeiten – Einstellungen) das Häkchen unter OpenCL.

Welche Filter und Optionen vollständig auf GEGL portiert sind und welche sich noch in der Entwicklung befinden, erkennt man an den Symbolen vor dem Filter. Die mit G gekennzeichneten Filter sind fertig, die mit Zahnrädern markierten Filter benötigen noch Überarbeitung. Nutzen kann man solche Filter aber schon, sie sind nur noch nicht aktualisiert (siehe Bild unten).

Gimp 2.10.0 RC1 GEGL ready

GEGL ready

Gimp 2.10.0 ist eben erst ein Release Candidate und noch keine wirkliche Alpha Version, obwohl ich schon einen Wechsel empfehlen würde.

Alle fertigen Filter (G-Symbol) haben nun den Vorteil, dass die Vorschau auf dem gesamten Arbeitsbereich, direkt im Bild und in voller Größe angezeigt werden kann (siehe Bild unten).

Gimp 2.10.0 RC1 Vorschau

Vorschau in voller Größe

Jetzt kann man mit Gimp also wirklich arbeiten. Bestes Beispiel dafür ist das frühere IWarp, das nun als Warp-Transform direkt aus der Werkzeugpalette heraus angewendet werden kann und sogar die verwendete Pinselspitze anzeigt. Natürlich in voller Größe, direkt auf der Arbeitsoberfläche (siehe Bild unten).

Gimp 2.10.0 RC1 Warp Transform

Neue Warp-Transform

Kleine Fehler mit Tradition

Gut, es ist vergleichsweise nur eine Kleinigkeit, aber bei soviel Programm-Code und Mathematik die das GIMP-Team leistet fällt doch auf, dass kleine Fehler fast traditionsgemäß weiter beibehalten werden. So ist der Bug bei dem Nachzeichnen von Auswahlbereichen mit Rundungen immer noch nicht möglich. Eine saubere Kontur erhält man nach wie vor nur bei Rechtecken (Bearbeiten – Auswahl Nachzeichnen) (siehe Bild unten).

Gimp 2.10.0 RC1

Kurven Bug auch in 2.10 RC1

Um  kurvenförmige Konturen nachzuzeichnen muss man wie gewohnt die Kontur in Pfade konvertieren (Auswahl – Nach Pfad) und den Pfad nachzeichnen (Bearbeiten – Pfad nachzeichnen) (siehe Bild unten).

Gimp 2.10.0 RC1 2018

Traditioneller Weg über Pfade

Das aber nur am Rande und tut der ansonsten großartigen Arbeit keinen Abbruch.

 

 

Das könnte Dich auch interessieren...

Translate »