Gimp 125 – Schärfen mit Hochpass, Manuell vs PlugIn

Das Bilder schärfen mit dem handgemachten Hochpassfilter habe ich schon in Tutorials beschrieben. Hier wiederhole ich es kurz und vergleiche es mit dem PlugIn High Pass. Es gibt Fälle wo das Plugin Vorteile hat.

Skills: Simple (2 / 5)
Plugin: Auf Wunsch. High Pass

Von Haus aus bringt GIMP auch in der neuen Version (bisher 2.8.22) keinen eigenen Hochpassfilter mit. In den meisten Fällen stellen sich die User daher eine Hochpassebene manuell her. Das Verfahren ist einfach und sehr wirkungsvoll.

Der handgemachte Hochpassfilter (Schnelldurchgang)
Gimp High Pass

Original

Man nehme ein Bild welches man gerne schrafzeichnen würde und öffnet es auf üblichem Weg. Der nächste Schritt ist, sich von diesem Bild zwei (2) Kopien anzulegen. In der Ebenen-Palette befinden sich nun also drei Ebenen (siehe Bild unten).

Gimp Highpass

Ebenen für Hochpass manuell

Auf die oberste Ebene stellt bei dieser Ebene den Ebenenmodus auf Faser Mischen ein, wendet anschliessend Farben – Invertieren an und gleich danach Filter – Weichzeichnen – Gaußscher Weichzeichner (siehe Bild unten).

Gimp High Pass

Oberste Ebene

Das Ergebnis auf dem Arbeitsbereich sieht folgendermaßen aus (siehe Bild unten).

Gimp High Pass

Ergebnis

Die oberste und die mittlere Ebene werden jetzt mit miteinander vereint und der Ebenenmodus auf Überlagen umgestellt (siehe Bild unten).

Gimp High Pass

Ebenemodus Überlagern

Schalte ich die Ebene „erste Kopie“ an und aus, sieht man den Unterschied in der Bildschärfe. Es wirkt auf den ersten Blick nicht viel, ist alerdings eine zarte aber klare Verbesserung (siehe Animation unten).

Gimp High Pass

Vorher/Nachher

High Pass – Das Plugin

Das Plugin das welches ich (ab und zu) verwende nennt sich High Pass und ist unter dem Link von der GIMP Registry kostenlos verfügbar. Es ist wie immer eine ZIP-Datei die enpackt werden muss. Die SCM Datei muss lediglich kopiert und in das GIMP-Verzeichnis für Scripte abgelegt werden. Sicher ist immer ein Neustart von GIMP, damit es auch geladen wird.

Anschliessend sollte das Plugin über Filter – Allgemein – High Pass aufgerufen werden können. Es bringt ein Dialogfenster mit, ohne Vorschau. Das Plugin legt nur je nach Modus Hochpass-Ebenen an (siehe Bild unten).

Gimp High Pass Plugin

Hochpass Modis

Für diese Aufgabe habe ich den Mode: Preseve DC verwendet (siehe Bild oben).

Da das Script keine Vorschau anbietet muss daher auch der Wert geschätzt werden, hat seine Aufgabe aber schneller erledigt. Dadurch ist im Falle eines unpassenden Werts der Abreitsschritt schneller rückgängig gemacht und kann wiederholt werden kann.

Gimp High Pass Plugin

Hochpass Plugin Dialog

Das Script errechnet bei der Einstellung Preserve DC einen mittleren Farbwert und gibt anschliessend das fertige Ergebnis der vorgenommen Einstellungen aus. Es entfernt auf diese Art Lichtbereiche die für kachelbare Texturen störend wären (siehe Bild unten).

Gimp High Pass Plugin

Original und mit Plugin (nachher)

Über die Gimp Farbeinstellungen kann zu Schluss die Farbe und der Kontrast für Details weiter verändert werden (siehe Bild unten).

Gimp High Pass Plugin

Farbkorrektur

Zum Schluss noch eine Kurzbeschreibung der Modes, nach den Angaben und in den Worten des Programmieres. Zitat (freie Übersetzung):

  1. Colour – Ich denke das es sich hier um die gleiche Berechnung wie bei dem Photoshop Filter handelt.
  2. Preserve DCOrientiert sich an der Hauptfarbe, fügt die durchschnittliche Bildfarbe ein.
  3. GreyscaleEntsättigt die Ebene vor der Hochpassfilterung.
  4. Greyscale, Apply ChromaWie oben, aber fügt es mit den Quell-Ebenenfarben ein.
  5. RedrobesBenannt nach der von Redrobes beschriebenen Technik.

Das Plugin wird mit Sicherheit noch einmal in weiteren Tutorials in Erscheinung treten.

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