Gimp 027 – Charakter Portrait, Hochpassfilter

Ein Tutorial zum Thema Portraitaufnahmen mit Gimp etwas aufzupeppen, den Ausdruck etwas mehr heruas zu arbeiten. In diesem Teil kommen Farbeinstellungen, Abwedeln / Nachbelichten zum Einsatz und ich zeige wie man mit wenigen Handgriffen einen eigenen Hochpass-Filter anlegt.

Die hervorragende Aufname die hier als Vorlage dient ist von Leroy Skalstad und kann man sich hier, bei freeimages.com downloaden. (Für den Download ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.)

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Bild verkleinern und zuschneiden

Falls man das Beispielbild verwenden möchte, fällt auf das es (für die Übung) zu gross ist. Das Bild hat eine Auflösung 180 Pixel/in hier brauchen wir aber nur 72 Pixel/in (Pixel per Inch). Für Bildschirmdarstellungen ist das ein Standard.

Die Bildgröße ändere ich auf 600 x 800 Pixel (Breite x Höhe). Interpolation sollte auf Kubisch gestellt werden, sonst wird das Bild zu arg verpixelt! Den unten abgebildeten Dialog rufe ich auf über: Bild – Bild skalieren

Bild skalieren

Dann ziehe ich mir noch einen rechteckigen Auswahlrahmen über das Bild. Nur den rechten Rand lasse ich aus. Der passt nicht wirklich in das später gewünscht Gesamtbild.

Man kann sich ungefähr an meinem Beispiel orientieren und gerade noch Finger und Hand ein Stück im Bild belassen.

Oben kann ruhig etwas vom Hintergrund zu sehen sein, der ist ja nicht gemustert und passt farblich gut ins Bild. Im unteren Bereich nehme ich ebenfalls ein Stück weg. Hier kann jeder aber gerne auch etwas probieren.

Gefällt mir der Ausschnitt beschneide ich das Foto über: Bild – Auf Auswahl zuschneiden.

Bildausschnitt

Farbeinstellungen vornehmen

Bevor ich die Farbeinstellungen vornehme, lege ich mir eine Kopie der Ebene an, damit ich, falls was schief geht, wieder auf das Original zurückgreifen kann.

Farbwerte (Werte) anpassen – ist das erste was zu tun ist. Dazu gehe ich auf: Farben -> Werte um das entsprechende Dialogfenster aufzurufen. Dort ziehe ich die Regler links und rechts wie abgebildet.

Dadurch wird hell (Weiß) erst wirklich zu hell und dunkel (Schwarz) erst wirklich zu dunkel.

Werte anpassen (Tonwertkorrektur)

Farbton / Sättigung – möglicherwiese wird das Bild für unsere Zwecke (hier arbeitet man in „weiser“ Voraussicht) etwas zu farbig. Daher nehme ich die Farbsättigung insgesamt etwas raus. Das passiert über den Dialog: Farbe – Farbton / Sättigung. Der Wert wieviel man von der Sättigung wegnimmt ist natürlich immer vom Bild abhängig. Hier und jetzt nehme ich einen Wert von -37 fest.

Farbton / Sättigung

Gradationskurve anwenden

Ich verwende hier noch die Gradationskurve, zu rreichen über das Hauptmenü unter: Farben -> Kurven. Ich hatte zwar vorher entsättigt, aber ein paar gewisse Farbinformationen fülle ich dann doch nochmal hinzu. Den Kurvenverlauf kann man sich im Bild anschauen. Nicht zu viel, weniger ist mehr!

Kurven - Gradationskurven

Hochpass erzeugen

Um einen Hochpass zu erzeugen lege ich eine Kopie der Ebene an (Ebene duplizieren).

Dann wähle ich: Farbe – Invertieren. Dadurch erhalte ich das Bild als Farbbild-Negativ.

Farbe Invertieren

Den Ebenenmodus stelle ich auf Faser mischen. (Nicht zu verwechseln mit Faser extrahieren!) Es entsteht eine (fast) komplett graue Fläche und das ist auch so gewollt.

Über Filter – Weichzeichner – Gaußscher Weichzeichner öffne ich den Weichzeichnen-Dialog.

Auch hier ist der Wert immer auch vom Bild/Motiv abhängig. In diesem Fall stelle ich den Wert auf 5 (Fünf) ein.

Ebenenmodus & Gaußscher Weichzeichner

Diese Hochpassebene steht jetzt noch auf dem Ebenenmodus Faser mischen. Das passt noch nicht ganz, das muss auf Überlagern. Einfach nur umstellen bringt aber nicht den gewünschten Effekt.

Daher wird eine neue Ebene erzeugt indem man die Hochpassebene mit einem rechten Mausklick markiert und dann wählt: Neu aus sichtbarem. Die alte Hochpassebene darunter kann/muss jetzt gelöscht werden. Dann stellt man die eben neu erzeugte Hochpassebene auf Überlagern.

Der Stand der Dinge bisher:

Glanzbereiche

Für meinen Geschmack sind jetzt einige Bereiche etwas zu speckig, sie glänzen zu sehr! Je nach Bild reißen dann schon mal die Werte aus und werden zu hell.

Um das auszugleichen wende ich als letzten Schritt Abwedeln / Nachbelichten an.

Ich erzeuge wieder mal eine neue Ebene mit der Methode: Neu aus sichtbarem und wende die Werte an, die im Bild unten zu sehen sind. Weniger ist auch hier mehr.

Abwedeln / Nachbelichten

Allgemein entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, was die Einstellungen bewirken und wann es genug ist.

Hier sieht man das Bild einmal vor dem Nachbelichten und einmal danach. Dieses Bild bezeichne ich im Rahmen dieses Tutorial als fertig.

Vor Nachbelichtung & FinalIch hoffe das Tutorial war verständlich, etwas lehrreich und hat gefallen.

Viel Spaß beim ausprobieren.

 

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