Blender 066 – Rollerball #07, Bild und Animation rendern

Im letzten Teil der kleinen Rollerball Serie gebe ich einen ersten Überblick zu den vielfältigen Cycles-Rendereinstellungen. Ich versuche in überschaubarer Weise, dem Beginner gewisse Grundeinstellungen zu vermitteln, auf die man später weiter aufbauen kann.

Skills: Beginner (2 / 5)
Render-Engine:
Cycles

Blender Rollerball Content

Preview – compressed GIF

Blender Render – Blender Cycles-Renderer

Blender verfügt über zwei Render-Engines. Da ist einmal der Blender-Render, der von Haus aus beim Programmstart eingestellt ist. Blender-Render ist der ältere Renderer, mit dem viele User viele Jahre zwar ebenfalls sehr gute Bilder gerendert haben, der aber eindeutig dem neueren Cycles-Renderer unterlegen ist.

Cycles-Render ist in jedem Fall der „neue“ Renderer, kann mit neuer Hardware und neueren Techniken (GPU-Rendering) umgehen. Er ist somit zeitgemäßer, leistungsfähiger und anpassungsfähiger was zukünftige Anforderungen angeht. Soviel im Gröbsten, ohne mit technischen Einzelheiten aufzuwarten.

Blender Cycles Beginner

Umstellen von Blender Render zu Cycles

Das Umstellen vom Blender- zum Cycles-Render geschieht oberhalb der Arbeitsfläche (siehe Bild oben).

Für Blender-Render erstellte Materialien, Texturen und Lichter können nicht ohne weiteres im Cycles Render verwendet werden und umgekehrt.

Cycles – Erste Rendereinstellungen

In der Properties-Palettem, auf der rechten Seite neben der Arbeitsfläche, befinden sich die Rendereinstellungen. Ich beginne bei den Dimensions (Größe/Ausgabegröße). Es gibt verschiedene Renderpresets. Aus der Palette kann man sich dort per Mausklick voreingestellte Formate auswählen.

Ich habe allerdings oft den Fall das ich bestimmte, selbstgewählte Formate benötige und gebe diese in den Feldern X und Y unter Resolution (Auflösung) ein. Darunter kann man die Größe noch einmal in Prozent einstellen. Vorschau-Render müssen nicht immer auf 100% gerendert werden.

Die zweite Spalte im Bild unten betrifft die Frame Range, den Frame-Bereich. Start-Frame ist in unserem Fall Frame 1, End-Frame ist 150. Gerendert werden soll jedes Bild, daher ist der Frame-Step 1 (siehe Bild unten).

Blender Cycles Beginner

Größe und Umfang der Frames

Ein Stück weiter unten befinden sich Einstellungen zum Output (Bild-Ausgabe). Möchte man Einzelbilder rendern, ist die Auswahl PNG. Für Einzelbilder muss kein Output, also kein Speicherort gewählt werden. Einzelbilder werden von Hand gespeichert. Dazu später mehr Information (siehe Bild unten).

Blender Cycles Beginner

Output Einstellungen

Möchte ich allerdings die komplette Animation als PNG-Einzelbilder rendern, dann sollte man einen Ordner im Output angeben, damit dort die Bilder schnell auffindbar, gesammelt beieinander abgespeichert werden.

Es können aber auch kleinere Animationen, wie unsere hier, mit lediglich 150 Bildern direkt als AVI-Video gerendert werden. Auch in diesem Fall wählt man einen Ordner als Output (Zielordner).

Blender Cycles Beginner

Output-Ordner für Frames oder Movie

Hinweis: Bei Blender 2.79 ist die Einstellung für die Movies etwas anders. Möchte man eine H.264 als MPG4, muss man dort FFMPEG wählen und darunter dann das entsprechende Format einstellen.

Blender Animation Settings

MP4 bei Blender 2.79

Zurück zu ganz oben. Hat man die Einstellungen vorgenommen, wählt man eine Render-Variante. Ganz links Render rendert nur ein Einzelbild. Animation rendert entweder eine Einzelbild-Folge von PNG-Bildern (bei uns 150 Bilder), oder ein AVI-Movie. Je nachdem was man im Bild oben gewählt hatte (siehe Bild unten).

Blender Cycles Beginner

Einzelbild oder Animation

Hatte man ein Einzelbild rendern lassen, speichert man das, indem man im Renderbildschirm unten, bei Image Save as Image (Speichere als Bild) auswählt.

Blender Cycles Beginner

Ansicht als Bild speichern

Ganz wichtig ist noch das Sampling. Hier zwar zuletzt aufgeführt, sollte es aber das erste sein was man einstellt. Schon vor Test-Rendern, denn sonst wartet man eventuell vergeblich auf eine Vorschau, weil die Werte des Sampling unter Render zu hoch sind.

Unter Sampling versteht man die Render-Durchgänge. Niedrige Sample-Einstellungen sind wenige Durchgänge und verrauschte Bilder. Für Vorschauen gut geeignet. Hohe Samplingraten dauern dementsprechend länger und ergeben feine, finale Bilder.

Die Einstellung Preview betrifft nur die Vorschau im Arbeitsbereich. Aber wer einen Testrender mit F12 oder über den Button Render startet, kann bei zu hohen Werten überrascht werden. Hochschrauben lässt sich der Wert bis zuletzt immer noch, für das Final 😉

Blender Cycles Beginner

Wichtig: Das Sampling

Dies nur, wie gesagt, als erster Überblick. Bei Bedarf werde ich auf spezielle Einstellungen, in speziellen Fallen noch tiefer auf das Thema eingehen. Im Grunde ist jeder Fall speziell, denn Render-Einstellungen haben auch meist mit gewünschter Atmosphäre, Licht(-quellen), Materialien und Texturen zu tun.

 

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