Blender 014 – Animation rendern, Kurzübersicht

Hier zeige ich im Kurzüberblick, die wichtigsten Punkte die es zu beachten gibt, um Animationen zu rendern. Es geht um Keyframes, die Zeitleiste und die Qual der Wahl bei der Entscheidung zum passenden Video-Codec.

Codec & Formate

Um Animationen zu rendern bietet Blender eine Vielzahl von Dateiformaten an. Auf den ersten Blick fällt auf, das es Einzelbildformate wie PNG und JPG  und Videoformate gibt (siehe Bild unten).

Image & Movie

Bild- und Movieformate

Empfehlung: Einzelbilder

In der Regel sagt man allgemein: Eine Animation in Einzelbildern zu rendern ist zu bevorzugen! Vor allem bei großen Projekten!

Der Vorteil: Stürzt der Rechner oder Blender ab, gabs einen Stromausfall, hat man bis dahin immer noch die Einzelbilder und kann dann, ab dem nummerierten Frame von neuem, weiter rendern. Bei einem Videoformat wäre die komplette Rechnerzeit und Ergebnis, bis zum Absturz unbrauchbar!

Warum werden Videoformate dann eigentlich angeboten? Weil man sich die Einzelbilder später in Blender als fertiges Video ausgeben (rendern) lassen kann.

Das ist das schöne an Blender ist, es bringt neben vielen sinnvollen Paketen einen eigenen Video-Editor mit, in dem die Einzelbilder geladen und als Film ausgegeben werden können.

Außerdem können kleinere Projekte von wenigen Sekunden, natürlich gleich als Video ausgegeben werden.

Video als Einzelbilder rendern

Betrachten wir einmal die Proberties etwas näher. Ganz links, bei der Kamera ist der Bereich wo einzelne Bilder, oder Animationen eingestellt und gerendert werden (siehe Bild unten).

Blender Tutorial Animation

Render-Einstellungen

Dort scrollt man runter bis zu den Einträgen Output und Encoding. In diesem Bereich klickt man auf das Ordnersymbol, um den Pfad für die Einzelbilder festzulegen. Darunter befindet sich außerdem ein Button der, wenn man ihn anklickt, die Dateiformate zur Auswahl stellt.

Dort wählt man nicht H264 um ein Movie zu rendern, sondern PNG um sich die Animation in Einzelbildern ausgeben zu lassen (siehe Bild unten).

Blender Aniamtion Tutorial

Output

Jetzt können die Einzelbilder auch schon gerendert werden. Dies geschieht, indem man wieder ganz nach oben scrollt, bis der Button Animation erscheint (siehe Bild unten).

Blender Animation Tutorial

Rendervorgang starten

Je nachdem wie kurz oder lang und aufwendig die Animation ist (und wie schnell der Rechner ist), kann ein Rendervorgang von wenigen Sekunden, bis hin zu Minuten oder Stunden dauern. Hatte man für die Animation Einzelbilder gewählt, werden diese währenddessen, nach und nach im vorher bestimmten Ordner abgelegt.

Einzelbilder in Blender als Video ausgeben

Ist der Rendervorgang der Einzelbilder beendet, können sie direkt in Blender als Video ausgegeben werden.

Dazu schaltet ihr von der Default-Ansicht auf Videoediting. Das geschieht ganz oben bei Blender, dort wo Default eingetragen ist (siehe Bild unten).

Blender Video Editing

Video Editing einstellen

Nachdem Video Editing angeklickt wurde verändert sich die Oberfläche von Blender und den Neuling wird es fast erschlagen 😀 Aber keine Angst, es geht ganz einfach weiter und ist überschaubarer, als es den Eindruck macht.

Nun geht man unten im Menü des Video Sequenzers auf ADD und dort auf Image (siehe Bild unten).

Blender Video Editing

Add Image

Normalerweise findet Blender eigenständig, direkt den Ordner, in dem zuletzt Einzelbilder abgespeichert wurden. Falls nicht, müsst ihr den Ordner ganz normal finden indem ihr die Einzelbildsequenz abgespeichert habt.

Hier sollte man sich stets, vorausschauender weise ein eindeutiges Verzeichnis erstellen, um sich später mühseliges Suchen zu ersparen.

Ist der Ordner erreicht, klickt ihr den Buchstaben „A“ auf der Tastatur, das markiert alle Bilder und klickt dann, oben rechts auf Add Image Strip (siehe Bild).

Blender Video Editing

Add Image Strip

Die Bilder werden jetzt als blauer Balken im Image-Sequenzer angezeigt. Das ist sozusagen der Film, der bereit liegt, um nun weiter bearbeitet zu werden. Diesen blauen Balken kann man anklicken und nach dem Drücken der Taste„G“ verschieben.

Der Balken muss, bei einer einzelnen Sequenz, ganz nach links, zum Anfang gezogen werden (siehe Bild unten).

Blender Video Editing

Bildsequenz verschieben

Jetzt wird wieder die Oberfläche gewechselt. Dazu wählt man oben, wo man eben Video-Editing eingestellt hat, den Eintrag Default. Damit befindet man sich wieder auf der gewohnten Oberfläche.

Dort werden noch 2 kleine Einstellungen vorgenommen, bevor es dann ans finale Rendern geht.

Codec Auswahl und rendern

Jetzt gehts wieder in den Proberties (Eigenschaften) unter den Bereich Rendern zu Output und Encoding.

Blender Video Editing

Video Settings

Sind die Bereiche noch zugeklappt, muss man sie an den kleinen schwarzen Pfeilen, durch einen Mausklick aufklappen.

Im Bereich Output wähle ich dieses mal tatsächlich, wie abgebildet, den Videocodec H.264 aus.

Der Dateipfad, also der Ordner, in dem gespeichert wird, lasse ich wie bei den Einzelbildern eingestellt. Dort wird dann das Video von Blender abgelegt.

Im Bereich Encoding wähle ich das Dateiformat MPEG-4, wie abgebildet.

Danach scrollt man in den Proberties wieder hoch, bis zu Render und klickt dort wieder auf Animation.

Wenn ihr alle Schritte eingehalten habt, sollte in eurem Ordner, wo auch die Einzelbilder liegen, jetzt eine Videodatei erscheinen, die ihr in einem Programm eurer Wahl abspielen könnt.

Das alles scheint vielleicht jetzt aufwendig und unüberwindlich, aber wenn man das Ganze zwei- bis dreimal gemacht hat, geht es später wie im Schlaf. Es liest sich eventuell viel, aber in der Praxis ist das schnell erledigt. Also nicht aufgeben und alles ausprobieren was geht!

 

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